Was Hebammen anbieten

Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt werden als «Wochenbett» bezeichnet. In dieser Zeit lernen Mutter, Kind und Vater sich kennen und wachsen in die neue Familienkonstellation hinein.

Die Hebamme kann in dieser Zeit wohltuende Unterstützung bieten. Sie betreut Sie zu Hause, führt die nötigen Kontrollen durch und steht Ihnen mit Rat zur Seite.

Mit dem Trend hin zu verkürzten Spitalaufenthalten nach einer Geburt ist die häusliche Wochenbettbetreuung unabdingbar geworden.

Wochenbett zu Hause

Nach der Spital– oder Geburtshausentlassung startet das Wochenbett zu Hause. Während der folgenden Tage und Wochen begleitet, berät, pflegt und unterstützt sie die frei praktizierende Hebamme bei Ihnen zu Hause. Die Hebamme ist immer erreichbar oder hat eine Vertretung organisiert. So ist Ihre Unterstützung und Beratung jederzeit garantiert.

Wochenbett im Geburtshaus

Nach einer Hausgeburt oder einer Geburt im Spital (auch nach Kaiserschnitt) haben Sie die Möglichkeit, das Wochenbett in einem Geburtshaus zu verbringen. Der Aufenthalt dauert rund vier Tage. Sie werden in einer häuslichen und familiäre Umgebung von erfahrenen Hebammen und hauswirtschaftlichen Mitarbeiterinnen betreut und als Familie rundum versorgt. In der Zentralschweiz können Sie sich an das Geburtshaus Terra Alta in Oberkirch und das Geburtshaus Stans wenden.

Wochenbett im Spital

Nach einer Geburt im Spital können Sie für den Beginn des Wochenbettes rund drei Tage im Spital bleiben. Nach der Spitalentlassung verbringen Sie die restliche Wochenbettzeit zu Hause. Wenn Sie die Betreuung einer freipraktizierenden Hebamme in Anspruch nehmen wollen, ist es ratsam, diese schon während der Schwangerschaft zu kontaktieren. Im Spital haben Sie auch die Möglichkeit, sich kurzfristig über die Hebammenzentrale eine freipraktizierende Hebamme vermitteln zu lassen.

Ambulantes Wochenbett

Nach einer gut verlaufenden Spontangeburt können Sie das Spital bereits vier bis sechs Stunden nach der Geburt verlassen (ambulante Geburt). Sie werden zu Hause von Anfang an von einer Hebamme betreut. Das Wochenbett findet bei Ihnen im privaten Umfeld statt. Der Partner oder die Familie unterstützt Sie in dieser Zeit zu Hause und ermöglicht Ihnen die benötigte Ruhe und Erholung. Lassen Sie sich zu den Vorbereitungen von ihrer Hebamme im Vorfeld beraten.    

Finden Sie im Hebammenverzeichnis eine geeignete Hebamme unter Anwählen der Dienstleistung "Wochenbettbetreuung zu Hause".

Vater im Wochenbett

Ihr Partner wird zum Vater. Die Geburt als gemeinsames, intensives persönliches Erlebnis ist eine prägende Erfahrung für die Partnerschaft. Der Vater benötigt Zeit um mit der neuen Rolle vertraut zu werden. Die Hebamme unterstützt die Vater-Kind-Bindung und bietet Hilfe und Beratung bei allen Vaterfragen.

Wir unterstützen die ganze Familie in folgenden Punkten:

Beim Kind

  • Beratung und Hilfe bei der Kinderpflege
  • Nabelpflege
  • Gewichtsverlaufskontrolle
  • Blutentnahmen (Guthrie-Test, Bili-Kontrolle, ärztlich angeordnete Blutkontrollen)
  • Entwicklungs- und Verhaltensbeobachtung
  • Trageberatung
  • Beratung bei Schreibaby

Bei der Mutter und dem Paar

  • Brustkontrolle und Pflege      
  • Hilfe und Unterstützung beim Stillen/Anlegen/Milchdrüsenschwellung/Milchstau/Brustentzündung
  • Hilfe und Unterstützung zu Ernährungsfragen des Kindes
  • Blutdruckkontrollen
  • Blutentnahmen
  • Beurteilung der Gebärmutterrückbildung und Wundheilung
  • Beratung und Pflege der Dammverletzung und Naht
  • Beratung und Pflege der Kaiserschnittnarbe
  • Fadenentfernung/Klammerentfernung
  • Rückbildung und Beckenbodengymnastik
  • Beratung in der Ernährung
  • Beratung zum Abstillen/Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit
  • Förderung der Vater-Kind-Beziehung
  • Begleitung bei Unsicherheiten und Stimmungsschwankungen
  • Geburtsverarbeitung und -reflexion
  • Beratung zu Verhütung und Familienplanung
  • Beratung zu weiterführenden Themen wie Impfen, grössere Geschwister, Elternschaft
  • Begleitung nach Kindsverlust
  • Kontrolluntersuchung nach 6 Wochen

Die Hebamme unterstützt die Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung und hat ein offenes Ohr für alle Ihre Fragen. Falls notwendig oder gewünscht, arbeitet die Hebamme interdisziplinär zusammen mit:

  • Mütter- und Väterberatung
  • Kinderärztinnen/Kinderärzten
  • Gynäkologinnen/Gynäkologen
  • Hausärztinnen/Hausärzten
  • Sozialdienst und Caritas
  • Psychologische und psychiatrische Dienste
  • Familienberatungsstellen