Krisensituationen

Sie haben eine traumatische Geburt erlebt? Sie haben oft negative Gefühle Ihrem Kind gegenüber? Sie haben ein Kind, das immerzu schreit? Oder haben Sie ein Kind verloren? Vielleicht erleben Sie zu Hause Situationen, die Sie in Ihren Augen eigentlich meistern müssten, es aber doch nicht können?

In Krisensituationen ist die Hebamme für Sie eine Vertrauensperson. Sie verweist Sie bei Bedarf an enstprechende Fachstellen oder Fachpersonen.

Traumatische Geburt

Haben Sie schlechte Erinnerungen an die Geburt? Verlief die Geburt anders als geplant? Gab es einen ungeplanten Kaiserschnitt? Oder sogar einen Notfallkaiserschnitt?  

Eine Geburt kann durchaus anders verlaufen als wir das gerne möchten. Wenn die Erfahrung, die Sie oder Ihr Partner gemacht haben, Ihnen keine Ruhe lässt, oder Sie noch mit niemanden über Ihre negativen Gefühle gesprochen haben, kann Ihnen ein Gespräch mit einer Hebamme weiterhelfen. Sie kann Ihnen die Gründe nennen für einen Eingriff während der Geburt. Sie kann mit Ihnen den Geburtsverlauf durchgehen und alles Schritt für Schritt erklären. Die Hebamme wird mit Ihnen über Ihre Gefühle sprechen und Sie darin bestärken, diese zuzulassen und zu verarbeiten. Dies ist auch wichtig im Hinblick auf eine kommende Schwangerschaft und/oder Geburt. Auch Monate nach der Geburt können solche Krisen auftreten. Auch hier kann ein Gespräch mit einer Hebamme und/oder einer Ärztin/einem Arzt bei der Verarbeitung helfen.

Finden Sie im Hebammenverzeichnis eine Hebamme in Ihrer Nähe unter Anwählen der Dienstleistung "Geburtsverarbeitung nach traumatisch erlebter Geburt". 

Im Netzwerk Verarbeitung Geburt finden Sie ausgebildetet Therapeuten, die Ihnen weiterhelfen können.

Schreibaby

Alle Säuglinge schreien in den ersten Lebensmonaten. Eine Gesamtdauer von bis zu 60 Minuten am Tag gilt als normal.  

Als Schreibaby gilt ein Kind, das drei Stunden am Tag, an mindestens drei Tagen in der Woche und an drei aufeinander folgenden Wochen schreit. Oft beginnt das untröstliche Schreien in der zweiten Lebenswoche und endet im dritten bis vierten Monat.

Vermuten Sie, ein Schreibaby zu haben oder sind mit der Situation überfordert? Wünschen Sie sich gezielte Hilfe? Die Hebamme kann Ihnen helfen, die Situation einzuschätzen, kann Ihnen Hilfestellung leisten oder Sie an eine geeignete Stelle weiterleiten.

Finden Sie in der Volltextsuche mit dem entsprechenden Stichwort eine Hebamme in Ihrer Nähe.

Hilfestellung bietet auch die Emotionale Erste Hilfe (EEH).

Wochenbettdepressionen

Es gibt drei Arten von psychischer Störung im Wochenbett:

  • Stimmungstief / Babyblues / Heultage
  • die Wochenbettdepression (postpartale, PPD)
  • die Wochenbettpsychose (postpartale, PPP)  

Den Babyblues haben fast alle Mütter. Etwa am 3.-7. Tag nach der Geburt treten Heultage auf und verschwinden wieder von alleine.

Halten diese Heultage jedoch an und Sie sind antriebslos, haben keine Freude an Ihrem Kind oder sogar schlimme Gedanken gegenüber Ihrem Kind oder gegenüber sich selbst, sind das Zeichen der Wochenbettdepression. Befinden Sie sich in einer solchen Situation? Melden Sie sich umgehend bei Ihrer Hebamme oder wenden Sie sich an Ihre Gynäkologin/Ihren Gynäkologen, Hausarzt/Hausärztin, um Hilfe zu erhalten.

Hilfestellung bietet auch die Emotionale Erste Hilfe (EEH).

Kindsverlust

Es ist zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft schlimm, sein Kind zu verlieren. Wir begleiten Sie fachlich und menschlich kompetent in dieser schweren Phase Ihres Lebens.

Ihre Hebamme weiss, was das Wochenbett in all seinen physischen und psychischen Aspekten bedeutet. Die Hebamme wird auch in der ganz besonderen Wochenbettsituation bei Verlust des Kindes versuchen, Ihnen gerecht zu werden. Durch ihre Funktion ist die Hebamme die Person, welche sie als betroffene Frau und als Wöchnerin anerkennt. Die Hebamme sieht Sie als Frau, die schwanger war und geboren hat und jetzt Mutter eines verstorbenen Kindes ist.

Finden Sie im Hebammenverzeichnis eine Hebamme in Ihrer Nähe unter Anwählen der Dienstleistung "Beratung und Begleitung rund um Fehlbgeburt und perinatalen Kindstod".